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Nach 32 Jahren: YB Bern sind Meister

Über 32 Jahren galten die Young Boys Bern als „titelresistent“. Teilweise war das gewitzelt, teilweise aber auch fast flehentlich gemeint. Und endlich sind die Gebete erhört wurden. Gegen den FC Luzern legte Bern endlich seine Abneigung gegen die Meisterschaft ab und beendete den Lauf des bisherigen Serien-Titelträgers FC Basel. Allerdings spannte YB seine Fans in der alles entscheidenden Partie lange auf die Folter. Erst in der Schlussphase fiel das erlösende 2:1 für Bern, das den Titelgewinn perfekt machte.

Tausende Menschen fieberten mit
In ganz Bern herrschte zum Zeitpunkt des Spiels Ausnahmezustand. Nicht nur im Stadion, sondern auch in der Stadt fieberten Tausende Menschen vor den Fernsehgeräten mit. Restaurants und Kneipen, die das Spiel übertrugen, berichteten von Rekordumsätzen. Dies war leicht zu glauben, bildeten sich doch überall, wo das Spiel gezeigt wurde, große Menschentrauben. In der ganzen Stadt waren Feuerwerke zu sehen und Knallkörper sowie Hubgeräusche zu hören. Die Verwaltung hatte schon im Vorfeld erklärt, dass Samstag Freinacht sein würde, sollte es mit dem Titelgewinn tatsächlich klappen. So konnten die Bernerinnen und Berner die Meisterschaft ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden feiern.

Keine Feier auf dem Bundeshaus-Balkon
Einen kleinen Dämpfer für die Party-Stimmung der Young Boys und ihren Anhängern gab es inzwischen aber von der Bundesversammlung. Am Pfingstsonntag steigt die offizielle Meisterfeier in der Stadt. Hierfür wollte der Verein gerne den Balkon des Bundeshauses nutzen. Doch die zuständige Verwaltungsdelegation lehnte dies ab. Das Unfallrisiko sei zu groß, da das Bauwerk „nicht auf effiziente Nutzung ausgelegt ist.“ Diese Antwort, die fast Schildbürger-Humor hat, bedeutet im Klartext: Der Balkon ist eigentlich nicht dafür gedacht, dass Menschen ihn benutzen. Komischerweise waren in der Vergangenheit bei verschiedenen Events durchaus Stadträte und Mitglieder Bundesversammlung auf dem Balkon zu sehen waren. Aber das hilft YB auch nicht, die Meisterfeier muss woanders stattfinden.