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Nations League: Portugal und Ronaldo sind zu stark für die Schweiz

Die Schweiz hat das Endspiel der Nations League verpasst. Europameister Portugal, zugleich Gastgeber der KO-Runde, erwies sich im ersten jemals ausgetragenen Halbfinale des neuen Wettbewerbs als zu starker Gegner. Insbesondere Cristiano Ronaldo, der mittlerweile seine Lust an Spielen für die Nationalmannschaft wiederentdeckt hat, trumpfte groß auf. Der Superstar von Juventus Turin war beim 3:1 der entscheidende Mann.

Spielbericht: Ronaldo erzielt alle Treffer für sein Team

In Anbetracht des Ergebnisses mag es überraschend klingen, aber die Schweiz war nahe dran am Finale. Portugal war zwar etwas besser, aber keinesfalls drückend überlegen. Der einzige erkennbare Unterschied zwischen beiden Mannschaften war der Umstand, dass die Iberer einen Ronaldo auf ihrer Seite hatten. Der 34-Jährige spielte ganz groß auf und sorgte durch einen Dreierpack für die Entscheidung zu Gunsten seines Teams. Die Tore zwei und drei für Portugal fielen dabei erst in der Schlussphase.

In der ersten Halbzeit spielten beide Mannschaften erst einmal abwartend, abgesehen von einem Warnschuss, den Xherdan Shaqiri in der dritten Minute abgab. Kein Team wollte zu schnell in Rückstand geraten. In der 25. Minute passierte es dann aber: Portugal bekam einen Freistoß – ein Fall für Ronaldo. Yann Sommer im Tor der Nati stand nicht optimal, was der vielfache Weltfußballer erkannte. Zielsicher jagte er den Ball in die Maschen.

Die Schweiz schien durch den Rückstand aufzuwachen. Auf einmal erspielte sich die Nati Chancen. Der Ausgleich fiel allerdings erst in der zweiten Halbzeit und dies reichlich kurios: In der 57. Minute schien es, als würde Portugal einen Elfmeter bekommen. Der deutsche Schiedsrichter Felix Byrch sah sich die Szene noch einmal per Videobeweis an und entschied um: Vor der Szene im Strafraum der Schweiz gab es ein Foul vor dem Tor der Iberer: Die Nati bekam den Elfmeter, den Ricardo Rodriguez sicher verwandelte (57. Minute).

Beides Teams fielen jetzt in Ihren abwarten Modus zurück. Dann allerdings konnte sich Ronaldo in der Schlussphase gleich zwei Mal durchsetzen und den nach dem Ergebnis deutlichen Sieg herauszuschießen (88./ 90.). Auf Seiten der Schweiz wird man darüber sprechen müssen, dass man eigentlich schon vorher wusste, dass dieser Ronaldo kein ganz schlechter Spieler ist.